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Samstag, 23. Mai 2015

Reispapierröllchen


Als ich noch in Berlin wohnte, landeten meine Mutter und ich bei meinen Wienbesuchen regelmäßig (ungeplant, wohlgemerkt!) in einem kleinen Restaurant in einer Seitenstraße der Mariahilferstraße, wo wir stets Reispapierröllchen zu einer wachsenden Anzahl weißer Spritzer genossen. Nicht wenige interessante Familiengespräche fanden dort über Weißwein, Mineralwasser, Bohnenpastenklecksen und immer voller werdenden Aschenbechern statt, aber das sei hier nur am Rande bemerkt. Denn eigentlich geht es ja um die Reispapierröllchen, die mir furchtbar kompliziert selbst herzustellen schienen, weshalb ich es nicht nur nie versuchte, sondern überhaupt nicht daran dachte. Anfang des Monats nun war ich zur Hochzeit einer guten Freundin nach langer Zeit mal wieder in Disneyland und an dem Wochenende, das ich bei den Frischverheirateten verbrachte, schmissen diese einfach Gemüse im Wok zusammen und befüllten damit Reispapier. "Geht schnell, ist gesund und ur gut", sagte meine Freundin, "wir essen das sicher mehrmals in der Woche." Aha, dachte ich, könnte ich dann ja doch auch mal versuchen. Erst recht, wo ich doch zuhause ein paar Straßen weiter einen tollen Asien-Supermarkt habe. Gemacht, getan. Was soll ich sagen... erfordert zwar ein bissi Fingerspitzengefühl und Geduld, aber schwer ist es wirklich nicht. Und: Es lohnt sich allemal! 

Directions:
Frischen Tofu in Scheiben schneiden, trockentupen, salzen, pfeffern und in ausreichend Öl frittieren (das Öl muss sehr heiß sein, damit sich die Poren sofort verschließen und der Tofu knusprig und nicht fettig wird!). Bei Bedarf den fritittierten Tofu halbieren, damit er sich nachher besser rollen lässt. Eine Gurke halbieren und mit einem Löffel die Kerne entfernen, dann in dünne Stifte schneiden. Avocado schälen und ebenfalls in dünne Streifen schneiden. Frühlingszwiebelgrün in schräge Stifte schneiden. Thai-Basilikum und frische Minze von den Stengeln zupfen. (Wenn ihr keine frischen Kräuter habt, lasst diese Variante am besten sein. Die Kräuter machen nämlich den einzigartigen Geschmack aus!) Grünen Salat waschen, trockentupfen und etwas auseinanderzupfen. Alles bereit legen.
Reispapier in einem Teller mit (kochend) heißem Wasser einweichen, dann auf einen weiteren Teller legen, nach Belieben mit Obigem Befüllen und einrollen. Mit oder ohne Sojasauce genießen. Dazu passen auch gesalzene Erdnüsse und Chilis (in der Sojasauce oder im Reispapierröllchen).

Samstag, 18. April 2015

Tomatig-scharfer Weißkrautsalat



Erneut ein totales Zufallprodukt, das nachts für den nächsten Morgen spontan anders als sonst fabriziert wurde, und sich als sehr gut erwiesen hat.

Directions:
Weißkraut fein reiben. (Wer möchte, kann auch noch ein paar geriebene Karotten dazutun, aber das Weißkraut sollte erheblich mehr sein.) Mit Tomatenmark und klein geschnittenen getrockneten Tomaten gut vermengen und mit Salz, ausreichend Cayennepfeffer (und mit ausreichend meine ich viel ;) und Olivenöl abschmecken. Zum Schluss die Masse mit klein geschnittenem Rucola mischen. Optional: Wal- oder andere Nüsse drüberstreuen oder unterheben.

Sonntag, 12. April 2015

Salbei-Fenchel aus dem Ofen mit zweierlei Kartoffelsalat


Fancy Titel, wa?! Ist aber ein sehr einfaches Gericht und sehr vielseitig - die Salate lassen sich aus übriggebliebenen gekochten Kartoffeln zaubern (Stichwort: Reste verwerten) und gut mitnehmen (Stichwort: Schraubglas). 

Directions:
Fenchelknolle im Ganzen in Scheiben schneiden, in eine Auflaufform legen, mit frischen Salbeiblättern und etwas Salz & (frisch gemahlenem) Pfeffer bestreuen, mit Olivenöl betreufeln und für ca. 20 Minuten in den heißen Ofen. Optional: ein paar Cocktailtomaten kurz vor Ende dazugeben. 

Für Salat #1 - im Bild links - in dünne Scheiben geschnittene gekochte Kartoffeln mit in feine Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln (alternativ: fein gehackte rote Zwiebel) und einer Marinade aus Salz, Pfeffer, Kürbiskernöl, Apfelessig, Distelöl (oder einem anderen Öl mit neutralem Geschmack) und Ahornsirup vermengen und dann Vogerlsalat untermischen. 

Für Salat #2 Kraut (ich hatte Weißkraut zuhause, Frühkraut geh aber auch) fein hobeln bzw. reiben und kalte gekochte Kartoffeln würfelig schneiden. Mit klein geschnittenem RucolaRadiesschen und gehackten Walnüssen vermengen und mit Salz, Pfeffer, Leinöl und Zitronensaft abschmecken.

Dienstag, 31. März 2015

Geröstete Chili-Kokos-Cashews


Von hier gestohlen und ein klitzekleines bisschen abgewandelt. Ein Himmlisch-scharf guter (Bier-)Snack :)

Directions:
2 EL Sriracha Sauce + 1 EL Ahornsirup + 1 TL (geröstete) Sesamkörner + 1 TL geröstetes Sesamöl + 1 TL Zitronen- oder Limettensaft + 1/2 TL Sojasauce + 1/2 Becher Kokosraspeln + 1 Becher Cashews --> alles mischen bis die Nüsse durchgängig mit der Sauce überzogen sind und für 10-15 Minuten im auf 160 Grad vorgewärmten Ofen auf Backpapier ausgestrichen rösten. Abkühlen lassen & knuspern.

Achtung: Verbrennt sehr schnell! (Ja, ich schreibe aus Erfahrung...)

Samstag, 21. März 2015

Doppelt Schoko zum Geburtstag


Heute feiern gleich zwei mir liebe Menschen Geburtstag. Aus diesem Anlass habe ich nicht nur schnell einen Schokokuchen gezaubert (ich bin immer wieder überrascht, wie viel unkomplizierter Backen ist als meine Vorstellungen davon), sondern - Premiere! - diesen auch noch unter einem Schokofrosting begraben. Dieses ging übrigens auch erstaunlich easy. Aber probiert selbst...


Freitag, 13. März 2015

Linsensalat


Die Linsen kann mensch auch am Abend vorher kochen - oder noch sonstwie übrig gebliebene verwenden.

Directions:
Braune Linsen in ausreichend Wasser bissfest kochen. Abgießen, kalt abschrecken, mit klein geschnittenem Paprika, Tomaten und frischem gehacktem Basilikum  mischen und mit getrocknetem Oregano, Salz, Pfeffer, Olivenöl und Balsamicoessig abschmecken. 

Klein geschnittene rote Zwiebeln passen sicher auch sehr gut dazu, aber ich hab den Salat in die Arbeit mitgenommen und wollte da nicht das ganze Büro und die zu mir kommenden Studierenden anstinken ;-)

Mittwoch, 18. Februar 2015

Grünkern-Sellerie-Eintopf


Schon wieder ein Gericht, das aus der Not entstanden, zum x-ten Mal einen Teil der wöchentlichen Gemüselieferung schon tagelang in der Küche liegen zu haben und gleichzeitig zu wissen, dass mensch am nächsten Tag in der Arbeit etwas zu essen braucht. Und heraus kam ein Teller- bzw. Schraubglasgericht, das altbekannte gute Kombinationen (Grünkern, Zwiebel, Tomaten) mit einer neuen Komponente (Sellerie) bereichert. Wird wieder gemacht!

Directions:
In neutralem Öl klein geschnittene Zwiebel und Knoblauch anbraten. Grünkern (ca. eine Tasse) hinzugeben und mit anbraten bis es gut duftet. Dann Selleriewürfel hinzugeben und ebenfalls kurz mitbraten bevor das Ganze mit einer Dose geschälter Tomaten und ausreichend Gemüsebrühe abgelöscht wird. Hitze runterdrehen, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Cayennepfeffer würzen und zugedeckt garen lassen bis der Grünkern und der Sellerie weich sind.

Ich habe das Gericht einfach so, also sozusagen als Eintopf gegessen. Es passt aber sicherlich auch hervorragend zu Reis oder Nudeln. Und frische gehackte Petersilie und ein Klacks Sojajoghurt gehen zu tomatigen Gerichten sowieso immer.