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Freitag, 5. Februar 2016

Kidneybohnen-Räuchertofu-Aufstrich


Nachdem ich letztes Wochenende vegane Blutwurst zu Blunzengröstl verarbeitete, das sich zu meiner großen Enttäuschung als ungenießbar erwies, weil die Wurst dermaßen penetrant nach Kokosfett schmeckte, dass sich meine freudigen Hoffnungen, mich kulinarisch schlußendlich in Österreich zu integrieren, zunichte gemacht wurden, hab ich mit diesem Aufstrichrezept immerhin eine schmackhafte tierfreie Alternative zu Leberwurst gefunden. Disclaimer: Auch in dem Fall kenne ich das Original nicht, kann also nicht sagen, ob es ihm ähnlich kommt. Das ist mir aber wurscht - haha - solange es schmeckt. Und schnell geht. Und diese Ansprüche erfüllt dieser Aufstrich tadellos.

Directions:
1-2 Zwiebel hacken und mit (ausreichend) getrocknetem Bohnenkraut und/oder Majoran in Rapsöl gold schmoren. Dann zusammen mit einer Dose abgewaschenen und abgetropften Kidneybohnen und 250g Räuchertofu pürieren. Mit Salz & Pfeffer, geräuchrtem Paprikapulver und ggf. mehr getrockneten Kräutern abschmecken. Fertig.

Samstag, 16. Januar 2016

Zwiebelschmalz


Wunderbare (und lang anhaltende) Sache, die die Freundin einer Freundin angeregt hat, indem sie das Rezept dafür angeschleppt hat, als ich darüber jammerte, fast nur mehr Zwiebel in meinem Gemüsekorb zu haben und nicht so recht zu wissen, was ich damit (Sinnvolles) anstellen könne.

Directions:
4-5 möglichst klein geschnittene Zwiebel in ca. 1/3 einer (250g Packung) Ceres (= Kokosfett) langsam anrösten. Wenn sie schon etwas geschmort haben, 3-4 (oder auch noch etwas mehr) EL Haferflocken hinzufügen und alles weiterschmoren lassen, bis die Zwiebel & Haferflocken braun und etwas "crunchy" sind. (Aber Achtung! Nicht schwarz werden lassen, weil dann schmeckt alles bitter und verbrannt.) Dann den Rest des Ceres hinzufügen sowie 2-3 gepresste Knochblauchzehen. Mit 2-3 EL Sojasauce und Salz & Pfeffer nach Belieben abschmecken. Ganz zum Schluss dann noch 125 ml Distelöl hinzufügen. (Ich hatte keines und hab stattdessen Leinöl genommen, was auch okay war.) Das noch flüssige Schmalz in Schraubgläser füllen und am besten sofort kühlen. Im Winter ist es super, sie einfach rauszustellen (siehe Foto) und nach einiger Zeit, wenn die Masse schon etwas fester geworden ist, aber noch nict ganz fest, die Gläser auf den Kopf zu stellen, damit der crunchige Zwiebel-Haferflocken-Teil nicht nur am Boden des Glases zu finden ist.

Hält sich gut verschlossen länger im Kühlschrank.

Verzehrtipp: Zum Schmalzbrot einen frischen knackigen Apfel essen.

Montag, 13. Oktober 2014

Kräuteraufstrich


Idee ist nicht von mir, sondern ich bin hier das erste Mal drüber gestolpert, hab es einmal eher minder als mehr erfolgreich ausprobiert bis ich letzte Woche plötzlich aufgrund eines Kommunikationsmisverständnisses mit meiner Schwester mit zwei Bechern Sojajoghurt da stand und mich bei der Frage "was nun?" wieder an diese Verwendungsmöglichkeit erinnerte. Genial. Kleiner Tipp: Mit Sojajoghurt von Sojade schmeckt's besser als mit dem von Joya - und unbedingt darauf achten, dass das Joghurt ungesüßt ist!

Directions:
Sojajoguhurt über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen. Ich mache das ganz einfach mit meinem Nussmilchbeutel, indem ich einen Plastikkaffeefilter mit ihm auslege, das Joghurt hineinfülle und die ganze Konstruktion auf einen Schale/eine Tasse stelle, die die Flüssigkeit auffängt. Nach ein paar Stunden sollte das Joghurt eine Frischkäse artige Konsistenz haben und dann mische ich frisch gehackte Petersilie & Basilikum sowie getrocknete Kräuter (Oregano, Thymian, Basilikum) unter und würze mit Salz & Pfeffer. Aber - der Phantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt :-)

Sonntag, 8. September 2013

Pesto vom Selleriegrün


Grünes Pesto - klar, kennen (und lieben) wir alle. Aber vom Selleriegrün?! Geht das überhaupt? Und, viel wichtiger, schmeckt das? So ungefähr war meine erste Reaktion, als ich den Rezeptvorschlag meines Bio-Kistls fand, das vorschlug, die sattgrünen, kräftigen Sellerieblätter zu einem Pesto zu verarbeiten. Nun gut, da ich sowieso keine bessere Idee dafür hatte und neugierig war, veränderte und veganisierte ich das Rezept ein bisschen und voilá: meine Liebe zu Selleriegrünpesto war geboren.

Directions:
Ausreichend Selleriegrün von einer Knolle klein schneiden. In ein hohes Gefäß geben und 50g Cashewnüsse, 50g Kürbiskerne, Salz, Pfeffer und ausreichend Olivenöl hinzufügen. Mit dem Stabmixer pürieren und ggf. mehr Olivenöl zuführen (ich habe auch noch 1-2 EL Kürbiskernöl hinzugefügt, finde aber nicht, dass mensch es herausschmeckt) bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Unter einer Schicht Olivenöl in einem luftdichten Gefäß hält es sich im Kühlschrank eine ganze Weile.

Sonntag, 10. März 2013

Ruchis gegrillter Paprika-Gatsch


Gatsch hört sich nicht unbedingt so appetitlich an, aber das Gericht ist irgendetwas zwischen einem Aufstrich, einer Creme und einer Art Salat, also wusste ich nicht recht, wie ich es treffenderweise bezeichnen sollte. Ruchi ist meine Schwester und das Rezept ist von ihr. Mittlerweile bereitet es die ganze Familie zu, besonders gerne als Vorspeise zu Shabbat. Dementsprechend schmeckt der Paprika-Gatsch auch am besten mit frisch gebackener Challah.

Der Gatsch hält sich in einem luftdicht verschlossenen Behälter einige Tage. Es lohnt sich daher, gleich eine etwas größere Menge zuzubereiten.

Directions:
Einige ganze rote Spitzpaprika in den vorgeheizten Ofen legen und grillen lassen, bis ihre Haut komplett schwarz ist. Herausnehmen, die verbrannte Haut abziehen und die Paprika in kleine Stücke schneiden. Viel gehackten frischen Koriander hinzugeben und das Gemisch mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Montag, 17. Dezember 2012

Tomaten-Petersilie-Gemisch


Schnell gemacht, super vielseitig und ziemlich international: Lecker pur auf's Brot, als Klacks auf Hummus, als schnelle Pasta Sauce.

Directions:
Tomaten so klein wie möglich würfeln, mindestens einen Bund frische Petersilie  (für eine klassischere Version frischen Basilikum nehmen, für eine aufregendere Koriander) so fein wie möglich hacken. Mit genug gutem Olivenöl, Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Dienstag, 25. September 2012

Tomatenbutter à la Héla


Directions:
250g zimmerwarme Margarine (ich nehme am liebsten Alsana) + 100g Tomatenmark mit einer Gabel zerdrücken und gut miteinander vermischen. Alternativ einfach in den Mixer geben, wer einen guten hat. Zum Schluss eine Handvoll getrocknete Tomaten klein hacken und untermengen. Wer möchte, kann jetzt noch mit verschiedenen Gewürzen herumexperimentieren. Ich wollte heute nicht.

Sonntag, 3. Juni 2012

Rote-Linsen-Aufstrich mit Begleitung


Rote-Linsen-Aufstrich ist einer meiner All-time-favorites: Schnell zubereitet, lang haltbar, billig, lecker, gesund und supergut zu transportieren. Auch Wanderprovianterprobt ist der Aufstrich schon - das erste Mal habe ich eine ganze Ladung davon im Juni 2011 auf einer mehrtägigen Wanderung quer durch die israelische Hitze transportiert - und mich zu jeder Tageszeit beim Pausemachen und Essen daran erfreut.

Directions:
Die gewünschte Menge an roten Linsen in der anderthalbfachen Menge an Wasser und einer Prise Salz weichkochen. Ich haue immer von Anfang an 1-2 geschälte ganze Knoblauchzehen dazu. Die werden so auch gleich mit weichgekocht und können dann, wenn alles schön fertig und matschig ist, einfach mit der Gabel zerdrückt und in die breiige Linsenmasche untergemischt werden.
Die Linsenmasse mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einem ordentlichen Schuss möglichst leckerem Olivenöl abschmecken. Das Ganze sollte somit automatisch eine sämige Konsistenz erreichen.
Je nach Geschmack und Belieben können nun kleingehackte frische Kräuter (ich empfehle Basilikum oder Petersilie) und/oder sehr fein geschnittenes knackiges Gemüse (meine Favoriten dafür sind rote und gelbe Paprika) dazugegeben werden. Wer es gern scharf hat, gibt noch 1-2 klein geschnittene Chilischoten hinzu. Vor dem Servieren nochmal mit einem Zitronenspritzer aufpeppeln, mit ein bisschen Olivenöl beträufeln und, wer mag, streut noch ein wenig gemahlenen Kreuzkümmel darüber. Fertig!

Die Begleitung, die den Aufstrich auf dem obigen Foto um- und abrundet, waren rohe Gemüseschnipsel (Karotten, Frühlingszwiebel, Tomaten) und Essiggurken. Dazu gab's frisches Naan-Brot (nein, nicht selbstgemacht) und in den kleinen Gefäßen rechts Olivenöl und Za'atar, um das Brot darin einzutunken.