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Sonntag, 12. April 2015

Salbei-Fenchel aus dem Ofen mit zweierlei Kartoffelsalat


Fancy Titel, wa?! Ist aber ein sehr einfaches Gericht und sehr vielseitig - die Salate lassen sich aus übriggebliebenen gekochten Kartoffeln zaubern (Stichwort: Reste verwerten) und gut mitnehmen (Stichwort: Schraubglas). 

Directions:
Fenchelknolle im Ganzen in Scheiben schneiden, in eine Auflaufform legen, mit frischen Salbeiblättern und etwas Salz & (frisch gemahlenem) Pfeffer bestreuen, mit Olivenöl betreufeln und für ca. 20 Minuten in den heißen Ofen. Optional: ein paar Cocktailtomaten kurz vor Ende dazugeben. 

Für Salat #1 - im Bild links - in dünne Scheiben geschnittene gekochte Kartoffeln mit in feine Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln (alternativ: fein gehackte rote Zwiebel) und einer Marinade aus Salz, Pfeffer, Kürbiskernöl, Apfelessig, Distelöl (oder einem anderen Öl mit neutralem Geschmack) und Ahornsirup vermengen und dann Vogerlsalat untermischen. 

Für Salat #2 Kraut (ich hatte Weißkraut zuhause, Frühkraut geh aber auch) fein hobeln bzw. reiben und kalte gekochte Kartoffeln würfelig schneiden. Mit klein geschnittenem RucolaRadiesschen und gehackten Walnüssen vermengen und mit Salz, Pfeffer, Leinöl und Zitronensaft abschmecken.

Dienstag, 31. März 2015

Geröstete Chili-Kokos-Cashews


Von hier gestohlen und ein klitzekleines bisschen abgewandelt. Ein Himmlisch-scharf guter (Bier-)Snack :)

Directions:
2 EL Sriracha Sauce + 1 EL Ahornsirup + 1 TL (geröstete) Sesamkörner + 1 TL geröstetes Sesamöl + 1 TL Zitronen- oder Limettensaft + 1/2 TL Sojasauce + 1/2 Becher Kokosraspeln + 1 Becher Cashews --> alles mischen bis die Nüsse durchgängig mit der Sauce überzogen sind und für 10-15 Minuten im auf 160 Grad vorgewärmten Ofen auf Backpapier ausgestrichen rösten. Abkühlen lassen & knuspern.

Achtung: Verbrennt sehr schnell! (Ja, ich schreibe aus Erfahrung...)

Samstag, 21. März 2015

Doppelt Schoko zum Geburtstag


Heute feiern gleich zwei mir liebe Menschen Geburtstag. Aus diesem Anlass habe ich nicht nur schnell einen Schokokuchen gezaubert (ich bin immer wieder überrascht, wie viel unkomplizierter Backen ist als meine Vorstellungen davon), sondern - Premiere! - diesen auch noch unter einem Schokofrosting begraben. Dieses ging übrigens auch erstaunlich easy. Aber probiert selbst...


Donnerstag, 11. Dezember 2014

Zupfbrot mit Basilikumpesto


Nach diesem Rezept. Einziger Unterschied: Statt 2 Bund/Töpfe frischen Basilikums habe ich einen Topf frisches und zwei Packerl tiefgekühltes Basilikum verwendet. Das Rezept ist watscheneinfach und ur lecker. Das einzige, was mensch braucht, ist ein bissi Zeit, damit der Teig gut gehen kann.

PS: Super Party-Mitbringsel! :)

Samstag, 27. September 2014

Lekach


(Zugegebenermaßen nicht das beste Foto, aber sehen wir darüber mal hinweg).
Am 24. September abends hat dieses Jahr das neue jüdische Jahr mit dem Rosh Hashanah Fest angefangen. Wir schreiben nun 5775, das mir aufgrund seiner Zahlensymmetrie schon einmal grundsätzlich sympathisch ist. Um ein gutes und süßes neues Jahr zu haben, werden traditionellerweise zu Rosh Hashanah viele Speisen mit Honig gegessen, darunter auch ein "Lekach" genannter Honig(gewürz)kuchen, den ich als Kind nicht mochte, weil er mir vermutlich zu würzig war. Dieses Jahr habe ich nun zum ersten Mal selber einen gebacken. Natürlich vegan, also ohne Honig. Ich habe dieses Rezept verwendet, aber statt des Agavendicksafts Ahornsirup genommen. Bin ganz zufrieden damit, allerdings hätte ich den Kuchen das nächste Mal gerne noch ein bisschen saftiger.

Wie auch immer; Shanah tova umetuka! - ein gutes und süßes neues Jahr!


Montag, 4. August 2014

Zucchini-Schoko-Kuchen


Was tun mit bereits leicht schrumpeligen runden grünen und gelben Zucchini aus der Biogemüselieferung von letzter Woche? Was tun mit der selbst gemachten Schokolade (Kokosöl, Kakaopulver & Agavendicksaft), die seit ein paar Tagen im Kühlschrank ausharrt, zu bitter, um einfach so gegessen zu werden? Kuchen. War meine gestrige Antwort darauf. Und meine Familie inklusive zwei guter Freundinnen, die ich in den letzten 20 Stunden mit dem Kuchen verköstigt habe, scheinen ganz meiner Meinung zu sein ;-)

Rezept gibt es hier. Ich habe Dinkelvollkornmehl verwendet und oben erwähnte selbst gemachte Schokolade. Der Kuchen ist erstaunlich saftig - ohne dabei ölig oder schwer zu sein - und dank Zimt & Muskatnuss dezent (ge-)würzig im Geschmack. Hmm...

Sonntag, 16. März 2014

Oznei Haman


Heute war Purim. Purim ist ein lustiger Feiertag. Man verkleidet sich, darf nicht nur, sondern muss in der Synagoge Krach machen und wenn man alt genug ist, besäuft man sich danach mit dem Segen und in der Tradition der alten jüdischen Weisen, sodass man vergisst, wer der Böse und wer der Gute in der Purimgeschichte ist. Außerdem schenkt man seinen Freund*innen sowie Bedürftigen kleine Essenspäckchen, so genannte "Mishloach Manot", die oft liebevoll zusammengestellt und persönlich überbracht werden. Leider hatte ich dieses Jahr nicht sehr viel Zeit für diesen Brauch. Auch für ein Kostüm hat es nicht gereicht. Aber die klassisch Purimsüßigkeit "Oznei Haman", die Ohren des Bösewichts Haman (im hebräischen Original; auf Deutsch heißen sie schlichtweg "Hamantaschen"), waren drin. Die sind aber auch super einfach & schnell zubereitet. Und weil ich alle verschenkt oder zu schnell selbst gegessen habe, gibt es lediglich ein Foto von den Rohlingen.

Directions:
2 Becher Mehl (ich habe bisher ganz klassisch Weizenmehl genommen) + 1 Becher Zucker + 1/2 Becher neutrales Öl + 1/3 Becher Wasser oder Orangensaft + 1 ausgekratzte Vanilleschote + 1 TL Salz miteinander zu einem klebrigen Teig vermengen. (Meiner war bisher immer auch sehr ölig. Also entweder tatsächlich etwas weniger Öl nehmen oder sich davon nicht abschrecken lassen, weil gelungen sind die Ohren mir bisher allemal.) Für mind. 15 Minuten zum Rasten in den Kühlschrank stellen.

Füllungen:
1. Marmelade nach Belieben (hab ich dieses Jahr weggelassen)
2. Mohn: gemahlenen Mohn mit Zitronensaft, geriebener Zitronenschale und Agavendicksaft zu einer Masse vermengen.
3. Bitterschokolade-Dattel-Walnuss: alles hacken und miteinander vermengen. Damit es besser zusammenhält evtl. mit etwas Agavendicksaft oder Zuckerrübensaft binden.

Natürlich sind der Kreativität in Bezug auf Füllungen keine Grenzen gesetzt. Typisch wäre neben Powidl auch eine Nussfüllung aus geriebenen Haselnüssen.

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Teig aus dem Kühlschrank holen, ausrollen, Kreise ausstechen, einen Klacks Füllung in die Mitte und dann den Teigkreis um die Füllung herum zu einem Dreieck einschlagen und die Ecken zum Schließen festdrücken. (Liest sich komplizierter als es ist und nach ein paar Keksen Übung hat man den Dreh ziemlich sicher raus.) In 12-15 Minuten goldbraun backen.

Purim sameach! :)

Sonntag, 2. März 2014

Winterwurzelofengemüse


Fast nichts zu tun, duftet köstlich, wärmt innerlich und schmeckt auch noch kalt am nächsten Tag, zum Beispiel auf/zwischen Brot/scheiben/hälften.

Directions:
Winterliches Wurzelgemüse nach Wahl - in meinem Fall waren es Pastinaken, Karotten, Topinambur und Kartoffeln - in grobe Scheiben schneiden und mit geviertelten und grob auseinander gerupften (roten) Zwiebeln und groben Knoblauchstücken in eine Auflaufform geben. Mit Salz, Pfeffer und frischem gehackten Rosmarin (oder getrockneten in Pulverform) abschmecken, mit ausreichend Olivenöl begießen, alles vermischen und für ca. 40 Minuten im Ofen (ca. 220 Grad) vor sich hin schmoren lassen, bis alles gar ist.

Dazu gab es bei mir diesmal Sojajoghurt-Dip mit Sprossen, rote Rüben Rohkostsalat und Senf, natürlich.

Samstag, 22. Februar 2014

Shabbat-Brote aus Vollkornhefeteig


Keine traditionellen Challot, weil sie nicht so geflochten wurden. Challot backe ich regelmäßig (eigentlich jeden Freitag), da ich aber gestern leicht-fiebrig und krank im Bett lag und daher keinen Shabbat feierte, blieben alle Zutaten unberührt übrig. Heute ging es mir besser, daher wagte ich mich einmal an andere Brotformen. Bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden.

Directions:
1/2 oder einen ganzen Hefewürfel in ca. 200-250ml (= 1Glas in Standardgröße) lauwarmem Wasser mit 1 EL Ahornsirup auflösen. 2 EL Sojamehl hinzufügen und verrühren, so dass es nicht klumpt. Nun zuerst 1 EL Salz und 3 EL neutrales Öl (ich nehme meist Sonneblumen- oder Distelöl) hinzugeben und verrühren und dann ca. 500g Mehl (ich habe heute Vollkorndinkelmehl genommen, es geht aber eigentlich auch jegliches anderes) unterheben, bis ein fester, fluffiger, nicht klebriger Teig ensteht. Bei Bedarf noch Flüssigkeit (Wasser) oder mehr Mehl hinzugeben. Gut durchkneten, eine Teigkugel formen und für mindestens 30 Minuten (besser länger) mit einem Geschirrtuch zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Nach dem Gehen noch einmal gut durchkneten und Brötchen in beliebiger Form formen. Ich hatte diesmal "normale" runde Brötchen, "Hörnchen" (ausgerollte Teigdreiecke hörnchenförmig einrollen) und ein baguetteartiges längliches Ding, weil ich zu faul war, noch einmal 2 kleinere Weckerl zu formen. Die fertigen Brote mit Sojamilch bestreichen und ggf. mit Sesam- oder anderen Körnern bestreuen. Nun noch einmal ca. 30 Minuten gehen lassen.

Backofen vorheizen. Am besten erst einmal so heiß wie's geht. Eine Tasse mit heißem Wasser in den Backofen stellen (ich schmeiße dafür immer den Wasserkocher an), die sorgt beim Backen für Feuchtigkeit. Wenn der Backofen heiß ist und die Brote ausreichend aufgegangen sind, das Blech in den Ofen schieben. 5-7 Minuten bei maximaler Hitze backen und danach auf ca. 180 Grad runterdrehen und weitere 15 Minuten (oder so) backen. Wenn die Brote gut gebräunt sind und ein hohles Geräusch erklingt, wenn auf ihren Boden geklopft wird, sollten sie fertig sein. Bon Appetit!

Vor dem Backen. Die Brote dürfen noch einmal 1/2 Stunde ruhen.

Frisch aus dem Ofen.

Samstag, 28. Dezember 2013

Monster Cookie


Rezept ist von hier, nur die Walnüsse wurden weggelassen. Keksgröße kann variieren, varriierte bei mir. Der große Keks oben war der letzte Rest, der auf ein drittes Blech musste, als keine Lust mehr zum Formen kleinerer, handlicherer Kekse vorhanden war.

Kleiner Fun Fact am Rande: Von einer guten Freundin, mit der ich mir meine erste eigene Wohnung teilte, wurde ich, nachdem ich in einem nächtlichen Anfall unsere gemeinsame Keksbox komplett geleert hatte, lange liebevoll/neckend Cookie Monster genannt.

PS: Der Riss im Keks kommt daher, wenn mensch wie ich zu ungeduldig ist und die fertigen Kekse sogleich nach dem aus-dem-Ofen-Holen vom Backblech bzw. Backpapier runterziehen will. Wenn also ein kleines bisschen Keks'sche Ramponiertheit unerwünscht ist, dann lieber mindestens 1-2 Minuten warten, bevor die Kekse vom Blech rutschen dürfen.

Dienstag, 30. Juli 2013

Marillenkuchen


Am Wochenende war ich mit meiner Mutter bei einer ihrer Freundinnen, die im Weinviertel bei Wien ein Haus mit einem wunderschönen, riesigen Garten hat. In diesem stehen 3 alte Marillenbäume, die die letzten 2 Wochen Unmengen an reifen Marillen abgeworfen haben. Dementsprechend haben meine Mutter und ihre Freundin kiloweise leckere Marillenmarmelade produziert. Bei der letzten Fuhre habe ich geholfen. Und ein paar sind für diesen schnellen & einfachen Kuchen übrig geblieben. Erstmals gebacken hat ihn mein Freund Brumm nach einer Abwandlung dieses Rezepts von Attila Hildemann. Der obige Kuchen war dann das Resultat meines Versuches zwei Tage später - ja, so schnell kam der erste weg!

Directions:
- 250g Mehl (ich habe eine Mischung aus Dinkel- und Weizenmehl genommen)
- 2 EL Sojamehl
- 100g Zucker
- 130g Alsan-Margarine (ich habe sie vorher geschmolzen)
- 100 ml Pflanzenmilch (z.B. Soja- oder Hafermilch)
- 1 Prise Salz

--> alles mischen, gut durchkneten, dann die Teigkugel halbieren.

Die eine Hälfte dünn ausrollen und in eine eingefettete Form legen. Dünn mit Marillenmarmelade bestreichen und dann mit Marillenhälften belegen. Jetzt die zweite Teighälfte ebenso sehr dünn (dünner als die erste!) ausrollen und die Kuchenform inklusive den Marillenhälften damit vollständig bedecken.Die Ränder zusammendrücken. Bei 225 Grad im vorgeheizten Ofen etwa 25-30 Minuten backen. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.

Tipps für übrig gebliebene Teigreste bzw. -ränder: Einfach um frische Marillenhälften hüllen/wickeln und ebenfalls mitbacken.

Donnerstag, 27. September 2012

Herbstteller mit Ofenkürbis


Herbstzeit ist Kürbiszeit! Glücklicherweise LIEBE ich Kürbis, vor allem Hokkaido-Kürbis. In den letzten zwei Wochen lag daher dieses Ofenkürbisgericht bestimmt vier oder fünf Mal auf meinem Teller. Zuletzt aß ich es in der abgebildeten Kombination mit Basmatireis und Zucchini-Süßkartoffel-Gemüse vor zwei Tagen als letzte Mahlzeit vor Beginn des jüdischen Fasttages Jom Kippur

Directions:
Backofen auf ca. 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Einen halben oder ganzen Hokkaidokürbis, ja nach Hunger oder Anzahl der Mitessenden, waschen, halbieren und die Kerne mithilfe eines Löffels entfernen. Eine der vielen tollen Sachen an Hokkaidokürbis ist, dass er nicht geschält werden braucht. Den gewaschenen Kürbis also in pommesartige Stifte schneiden und in eine Auflaufform legen. 2-3 klein gehackte Knoblauchzehen und eine Handvoll grob gehackte frische Rosmarinzweige hinzugeben. Salzen, pfeffern und mit ausreichend Olivenöl begießen. Gut vermischen und für mindestens 25 Minuten in den Ofen schieben. Wer möchte und die Möglichkeit dazu hat, kann den Ofen zum Schluss noch für einige Minuten auf "Grill" stellen.

Für das Süßkartoffel-Zuchhini-Gemüse 1-2 klein gehackte rote Zwiebel in neutralem Öl anschwitzen. Klein gewürfelte Zucchini- und Süßkartoffelstücke dazgeben und einige Minuten andünsten. Mit einer Dose kleingehackter Tomaten aufgießen, salzen, pfeffern und nach Belieben würzen. Bei mir wanderten diesmal etwas Kurkuma, Kreuzkümmel und Tikka Masala in die Pfanne. Bei heruntergedrehter Hitze weiterschmoren lassen, bis das Gemüse gar, aber noch schön bissfest ist.

Mit Reis und gehackter Petersilie servieren - oder sich andere Beilagen einfallen lassen.

Montag, 24. September 2012

Schokobrownieschachtel


Normalerweise backe ich nicht so gerne. Obwohl ich jedes Mal, wenn ich es dann doch tue, eines Besseren belehrt werde, so stelle ich mir doch stets vor, dass Backen langwierig und kompliziert sei und darauf habe ich als passionierte Tellergerichtlerin natürlich keine Lust.

Vergangenes Wochenende nun fand die unter anderen von meiner sehr guten Freundin und Mitbewohnerin Anna organisierte Konferenz "Decolonize the City" statt und ich half unter anderem mit Backwerk aus. An zwei Abenden buk ich innerhalb von nur einer Stunde (!) jeweils ein Blech Schokoladebrownies und einen Apfelmuffinkuchen. Ich war erstaunt, wie einfach und schnell das Backen ging und neben der inhaltlich, stimmungstechnisch und menschlich wundervollen und inspirierenden Konferenz haben die vergangenen Tage also auch koch-kulinarisch bzw. backtechnisch etwas in mir bewegt. Schön. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei meiner Freundin und Kuchenkönigin Anne noch einmal ganz herzlich für ihren Backbeistand (was für ein Wort! :) und ihre Ermunterungen bedanken!

Directions:
Ofen auf 210°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
In einer großen Schüssel 300g Dinkelmehl + 200g gemahlene Mandeln + 170g ungesüßtes Kakaopulver + 330g (Roh-)Rohrzucker + 1/2 Päckchen Backpulver + 1 Päckchen Vanillezucker + eine Prise Salz miteinander vermischen. Dann 700ml Vanillesojamilch + 150ml Rapsöl hinzugeben und alles mit dem Schneebesen zu einem sämigen Teig verrühren. Wer besonders leckere bzw. gerne etwas nussigere Brownies haben möchte, gibt nun noch gehackte Walnüsse hinzu.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Teigmasse darauf kippen und gleichmäßig verteilen - macht sie meist eh von selbst. Bei 210°C Ober- und Unterhitze 15-20 Minuten backen.

Für die Glasur 100g Kochschokolade mit ca. 70g Alsan-Margarine im Wasserbad schmelzen. Bei Bedarf noch mehr Margarine hinzufügen und gut mit dem Schneebesen verrühren, sodass die Glasur schön sämig wird. Wenn sie das ist, dann über das etwas ausgekühlte Brownie-Blech gießen und möglichst gleichmäßig verstreichen. Vor dem endgültigen Auskühlen können nun noch Walnusshälften, Kokosraspel, Mandelblättchen oder Ähnliches zum Verzieren auf die glasierten Brownies gedrückt werden.

Brownies erst in Stücke schneiden, wenn sie komplett ausgekühlt sind. Gutes Genießen!


Donnerstag, 5. Juli 2012

Spargelehrfurcht


Mit der Rhabarbarzeit kommt bekanntlich auch die Spragelzeit - oder umgekehrt? Auf jeden Fall gibt es eine mehrwöchige Überschneidungszeit dieser beiden leckeren, bunten Stengel. Spargeltrauma habe ich zwar keines, doch habe ich Spragel bisher hautpsächlich konsumiert und wenig bis gar nicht selbst zubereitet. Außer seiner Zugehörigkeit zum doch eher gehobenen Gemüsepreissortiment weiß ich eigentlich nicht genau, woher meine Ehrfurcht vor allem weißem Spargel gegenüber kommt. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass es furchtbar kompliziert ist, spargeliges Essen gut zuzubereiten und die teuren Stengel in ihrer vollen Geschmacksfeinheit zur Geltung zu bringen.

Nun, es ist mein veganes Jahr der Überwindung von Rhabarbartraumata, Spargelehrfurcht und ähnlichen innerlichen gemüsigen Herausforderungen. Daher habe ich die Spargeltarte von Sarah, die den Blog Vegan Guerilla betreibt, nachgekocht - allerdings habe ich vergessen, Champignons zu kaufen und stattdessen auf meinen altbewährten Vorrat TK-Erbsen zurückgegriffen (wie immer 2x mit kochendem Wasser übergießen). Majoran, Chili und Fenchelsamen hatte ich auch nicht, geschmeckt hat's aber trotzdem.

Das Rezept findet ihr hier.

Dienstag, 26. Juni 2012

Rhabarbartraum(a)


Es wurde und war mal wieder Rhabarbarsaison und auf den Märkten (und auch in den Supermärkten) lagen überall haufenweise mysteriös anmutende, knackig-appetitliche rot glänzende Stängel und wie jedes Jahr um diese Rhabarbar (und Spargel-) Zeit nahm ich mir vor, endlich mein Rhabarbartrauma zu überwinden.

Dieses hemmte mich seit der Rhabarbarsaison 2006 als ich in der Biokiste, die ich damals bestellt hatte, nicht nur ein paar Stangen Rhabarbar, sondern auch ein Faltblatt mit einigen Rezeptideen dazu fand und mich prompt an das angeführte "Rhababarpüree" wagte, was eine schlechte Idee mit langjährigen, weitreichenden Folgen (Stichwort Rhabarbartrauma) war. Was ich fabrizierte, war sowohl in der Konsistenz als auch visuell identisch mit dem, was der menschliche Körper nach zu viel Alkohol wieder von sich gibt, und hatte - passenderweise - darüber hinaus einen penetranten, fürchterlich säuerlichen Nachgeschmack. Nach einem Probierlöffel musste ich den ganzen Topf wegkippen, um nicht einen ähnlichen Brei hinterher zu spucken und was mir seitdem geblieben war, war ein wenn auch ungerechtfertigtes und überzogenes, so doch fundamentales Mißtrauen dem schönen Rhabarbar gegenüber.

Dieses Jahr wollte ich das nun endlich ändern. Ich habe mich zum Kauf von ein paar tollen Stangen Rhabarbar überwunden, beschlossen, keine kulinarischen Experimente zu wagen, sondern mich erst einmal ganz klassisch an einen Kuchen zu wagen und nach Rezepten gegoogelt. Dabei bin ich auf das folgende gestoßen und habe es mit dessen Hilfe tatsächlich geschafft, nicht nur mein Trauma zu überwinden, sondern sogar der nächsten Rhabarbarsaison mit Freude entgegenzusehen: http://veganeversuchskueche.blogspot.de/2011/04/rhabarber-streusel-kuchen-aka-der.html?showComment=1337365899708#c654615906082136166 

Danke,  liebe vegane Versuchsküche!

Und weil's so lecker war und mir nach meinem Wochenendkuchen noch eine Stange übrig geblieben war, habe ich diese Montag früh für mein Frühstück spontan zu einem Kompott(brei) verarbeitet, als rot-rosa Klacksinsel in einen See voller Sojavanillejoghurt gesetzt und mit gerösteten Mandelblättchen bestreut verschlungen genossen. Hmm...

Directions (Kompott):
Rhabarbarstange waschen und in ca. 1 cm breite Ringe schneiden. In einer Schüssel mit Rohrohrzucker bestreuen und zum Einziehen und safteln kurz stehen lassen. In einem kleinen Topf ein bisschen Alsana-Margarine zergehen lassen, die Rhabarbarzuckermasse beigeben, mit ein bisschen Wasser auffüllen, so dass nichts anbrennt und die Konsistenz euch recht wird. Köcheln lassen bis die Rhabarbarstücke einigermaßen zerfallen sind. Ich habe noch mit Agavendicksaft nachgesüßt, aber das Süßen müsst ihr davon abhängig machen, wie viel von der Rhabarbar'schen Säure ihr ausgleichen möchtet. Also am besten einfach immer wieder mal kosten und bei Bedarf handeln.