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Sonntag, 28. Februar 2016

Frühstücksbrei mit Erdnussbutter


Ein wahres Bauchstreichel-Frühstück. Mit Energiekick.

Directions:
Aus einem geriebenen Apfel, Hafer- und/oder andere Getreideflocken, Rosinen (optional) und Wasser einen Frühstückbrei zubereiten. Mit Zimt, (geschroteten) Leinsamen und Sesam verfeinern. Vor dem Verzehr 1 EL Ahornsirup über dem Brei verteilen und einen (fetten) Klacks Erdnussbutter in die Mitte setzen. Am besten direkt aus dem Topf essen.

Montag, 30. November 2015

Vitaminbombe


Ich war im November mal wieder krank. Knapp 10 Tage. Total toll fühle ich mich zwar immer noch nicht und auch mein respiratives System ist noch ein bisschen angeschlagen, wie meine Ärztin heute feststellte, aber über den Berg bin ich allemal. Weil ich seit letztem Winter regelmäßig ordentlich grippal bin, futtere ich nun noch mehr Vitamine wie nur möglich und versuche, literweise diverse (Heil-)Kräutertees in mich hineinzuschütten. Außerdem habe ich seit Kurzem ein Neti-Kännchen und tropfe regelmäßig Vitamin D in meinen Mund. Ob das alles wohl hilft, mich für den Rest des Winters durchzubringen? Ich hoffe sehr, glaube aber leider nicht (mehr) wirklich daran...

Directions:
1 TL Chiasamen in ein bisschen Wasser geben, beiseite stellen und quellen lassen. Obst nach Wahl - im Bild wenig originell Äpfel, Bananen und Orangen - auf- und so klein/groß wie gewünscht schneiden und auf einen Teller oder ein Schüsselchen häufen. Mit einer Auswahl an Nüssen und Samen bestreuen - hier Walnüsse, Kürbis- und Sonnenblumenkerne - und mit Zutronensaft und 1 EL Ahornsirup beträufeln. Die Chiasamen sollten sich mittlerweile zu Chiagelee verwandelt haben, das zum Abschluss auf den Obstberg gekleckst werden kann. Guten Winter!

Samstag, 21. März 2015

Doppelt Schoko zum Geburtstag


Heute feiern gleich zwei mir liebe Menschen Geburtstag. Aus diesem Anlass habe ich nicht nur schnell einen Schokokuchen gezaubert (ich bin immer wieder überrascht, wie viel unkomplizierter Backen ist als meine Vorstellungen davon), sondern - Premiere! - diesen auch noch unter einem Schokofrosting begraben. Dieses ging übrigens auch erstaunlich easy. Aber probiert selbst...


Samstag, 27. September 2014

Lekach


(Zugegebenermaßen nicht das beste Foto, aber sehen wir darüber mal hinweg).
Am 24. September abends hat dieses Jahr das neue jüdische Jahr mit dem Rosh Hashanah Fest angefangen. Wir schreiben nun 5775, das mir aufgrund seiner Zahlensymmetrie schon einmal grundsätzlich sympathisch ist. Um ein gutes und süßes neues Jahr zu haben, werden traditionellerweise zu Rosh Hashanah viele Speisen mit Honig gegessen, darunter auch ein "Lekach" genannter Honig(gewürz)kuchen, den ich als Kind nicht mochte, weil er mir vermutlich zu würzig war. Dieses Jahr habe ich nun zum ersten Mal selber einen gebacken. Natürlich vegan, also ohne Honig. Ich habe dieses Rezept verwendet, aber statt des Agavendicksafts Ahornsirup genommen. Bin ganz zufrieden damit, allerdings hätte ich den Kuchen das nächste Mal gerne noch ein bisschen saftiger.

Wie auch immer; Shanah tova umetuka! - ein gutes und süßes neues Jahr!


Montag, 4. August 2014

Zucchini-Schoko-Kuchen


Was tun mit bereits leicht schrumpeligen runden grünen und gelben Zucchini aus der Biogemüselieferung von letzter Woche? Was tun mit der selbst gemachten Schokolade (Kokosöl, Kakaopulver & Agavendicksaft), die seit ein paar Tagen im Kühlschrank ausharrt, zu bitter, um einfach so gegessen zu werden? Kuchen. War meine gestrige Antwort darauf. Und meine Familie inklusive zwei guter Freundinnen, die ich in den letzten 20 Stunden mit dem Kuchen verköstigt habe, scheinen ganz meiner Meinung zu sein ;-)

Rezept gibt es hier. Ich habe Dinkelvollkornmehl verwendet und oben erwähnte selbst gemachte Schokolade. Der Kuchen ist erstaunlich saftig - ohne dabei ölig oder schwer zu sein - und dank Zimt & Muskatnuss dezent (ge-)würzig im Geschmack. Hmm...

Mittwoch, 16. April 2014

Pessachtige Schokoflakes


Wir feiern nun wie jedes Jahr im Frühling Pessach. Heute neigt sich der zweite Tag zu Ende und als vegan lebende ashkenasische Jüdin ist das Pessachfest eine ziemliche Herausforderung, da neben allem Gesäuerten auch keinerlei Hülsenfrüchte und auch einige Körner nicht gegessen werden dürfen. Gott sei Dank mag ich Gemüse sehr gerne und kann mir sehr viele Gerichte mit Kartoffeln einfallen lassen ;) Aber auch Süßes muss nicht zu kurz kommen und kann schnell und einfach selbst gemacht werden, wie ich heute dank einer (göttlichen?) Eingebung und küchenkreativen Hauruckaktion erfreut feststellen durfte. Das Resultat seht ihr oben.

Directions:
Kochschokolade mit Alsan (Verhätnis etwa 3:1) im Wasserbad schmelzen. Wenn alles flüssig-cremig ist, klein gebröselte Matzot und Mandelblättchen untermischen und komplett mit der Schokolade überziehen. In Löffel-Häufchen auf Backpapier setzen und auskühlen lassen, danach ab in den Kühlschrank. (Schmeckt sicher auch gut mit Kokosraspeln, anderen Nüssen, Beeren, Rosinen etc.)

Mittwoch, 26. März 2014

Gewürzter Vanillepudding


Nachts noch Lust auf was Süßes bekommen und nur mehr Vanillepuddingpulver gefunden. Aber was für eines (biovegan). Meine Kindheitsliebe für Pudding (und Puddingmachen) ist wiederentdeckt.

Directions:
Vanillepuddingpulver in 6 EL von 500ml Pflanzenmilch (ich hab meine absolute Lieblingssojamilch von Joya genommen) anrühren. Den Rest der Milch mit einem EL Zimt und 1/2 EL Kardamom aufkochen lassen, angerührtes Puddingpulver zugeben und unter Rühren kochen bis die Masse warme Puddingkonsistenz hat und dann in kalt ausgespülte Förmchen gießen und abkühlen lassen. Oder warm essen. Oder am nächsten Tag zum Frühstück aus dem Kühlschrank holen.


Sonntag, 16. März 2014

Oznei Haman


Heute war Purim. Purim ist ein lustiger Feiertag. Man verkleidet sich, darf nicht nur, sondern muss in der Synagoge Krach machen und wenn man alt genug ist, besäuft man sich danach mit dem Segen und in der Tradition der alten jüdischen Weisen, sodass man vergisst, wer der Böse und wer der Gute in der Purimgeschichte ist. Außerdem schenkt man seinen Freund*innen sowie Bedürftigen kleine Essenspäckchen, so genannte "Mishloach Manot", die oft liebevoll zusammengestellt und persönlich überbracht werden. Leider hatte ich dieses Jahr nicht sehr viel Zeit für diesen Brauch. Auch für ein Kostüm hat es nicht gereicht. Aber die klassisch Purimsüßigkeit "Oznei Haman", die Ohren des Bösewichts Haman (im hebräischen Original; auf Deutsch heißen sie schlichtweg "Hamantaschen"), waren drin. Die sind aber auch super einfach & schnell zubereitet. Und weil ich alle verschenkt oder zu schnell selbst gegessen habe, gibt es lediglich ein Foto von den Rohlingen.

Directions:
2 Becher Mehl (ich habe bisher ganz klassisch Weizenmehl genommen) + 1 Becher Zucker + 1/2 Becher neutrales Öl + 1/3 Becher Wasser oder Orangensaft + 1 ausgekratzte Vanilleschote + 1 TL Salz miteinander zu einem klebrigen Teig vermengen. (Meiner war bisher immer auch sehr ölig. Also entweder tatsächlich etwas weniger Öl nehmen oder sich davon nicht abschrecken lassen, weil gelungen sind die Ohren mir bisher allemal.) Für mind. 15 Minuten zum Rasten in den Kühlschrank stellen.

Füllungen:
1. Marmelade nach Belieben (hab ich dieses Jahr weggelassen)
2. Mohn: gemahlenen Mohn mit Zitronensaft, geriebener Zitronenschale und Agavendicksaft zu einer Masse vermengen.
3. Bitterschokolade-Dattel-Walnuss: alles hacken und miteinander vermengen. Damit es besser zusammenhält evtl. mit etwas Agavendicksaft oder Zuckerrübensaft binden.

Natürlich sind der Kreativität in Bezug auf Füllungen keine Grenzen gesetzt. Typisch wäre neben Powidl auch eine Nussfüllung aus geriebenen Haselnüssen.

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Teig aus dem Kühlschrank holen, ausrollen, Kreise ausstechen, einen Klacks Füllung in die Mitte und dann den Teigkreis um die Füllung herum zu einem Dreieck einschlagen und die Ecken zum Schließen festdrücken. (Liest sich komplizierter als es ist und nach ein paar Keksen Übung hat man den Dreh ziemlich sicher raus.) In 12-15 Minuten goldbraun backen.

Purim sameach! :)

Samstag, 28. Dezember 2013

Monster Cookie


Rezept ist von hier, nur die Walnüsse wurden weggelassen. Keksgröße kann variieren, varriierte bei mir. Der große Keks oben war der letzte Rest, der auf ein drittes Blech musste, als keine Lust mehr zum Formen kleinerer, handlicherer Kekse vorhanden war.

Kleiner Fun Fact am Rande: Von einer guten Freundin, mit der ich mir meine erste eigene Wohnung teilte, wurde ich, nachdem ich in einem nächtlichen Anfall unsere gemeinsame Keksbox komplett geleert hatte, lange liebevoll/neckend Cookie Monster genannt.

PS: Der Riss im Keks kommt daher, wenn mensch wie ich zu ungeduldig ist und die fertigen Kekse sogleich nach dem aus-dem-Ofen-Holen vom Backblech bzw. Backpapier runterziehen will. Wenn also ein kleines bisschen Keks'sche Ramponiertheit unerwünscht ist, dann lieber mindestens 1-2 Minuten warten, bevor die Kekse vom Blech rutschen dürfen.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Sufganiot!



aka Krapfen - aka Berliner -  werden zum jüdischen Feiertag Chanukkah gegessen, den wir gerade feiern. Ich bin dafür übers Wochenende von Budapest nach Hause nach Wien gefahren, um mit meiner Familie und Freund*innen zu feiern. Bei der Gelegenheit habe ich gemeinsam mit zwei Freundinnen das erste Mal Sufganiot selbst gemacht. Erstaunlicherweise ging das viel schneller und unkomplizierter, als wir gedacht hatten - und das Ergebnis war sooo viel schmackhafter als jegliche gekaufte Köstlichkeiten!

Als Grundrezept haben wir dieses hier verwendet und ein bisschen abgewandelt, indem wir z. B. einen Hefewürfel statt der zwei Packungen Trockenhefe und ein Gemisch aus Dinkel- und Weizenmehl verwendet haben und die fertigen Sufganiot mit selbst gemachter Marillenmarmelade á la Mama gefüllt haben. Wichtiges kleines Finish: Vor dem Servieren/Verzehren mit gesiebtem Puderzucker bestreuen.

Chanukkah sameach!

Sonntag, 25. August 2013

Karamellisiertes Obst


Mit dem Titel ist eigentlich schon so gut wie alles gesagt. Außer vielleicht, dass Karamellisieren eine wunderbare Verarbeitungsmethode für nicht mehr so frisches, etwas schrumpeliges Obst ist. In meinen Fall waren das heute Vormittag ein Apfel und ein paar liegen gebliebene Zwetschgen, die in ein bisschen Alsan-Margarine brutzeln durften, mit Zimt und Rohrzucker bestäubt, mit grob gehackten Mandeln bestreut und schließlich als Palatschinkeninhalt verspeist wurden.

 
So sieht sonntägliche Frühstücksliebe in meinen vier Wänden aus. + Ahornsirup & Sojajoghurtklecks!


Dienstag, 30. Juli 2013

Marillenkuchen


Am Wochenende war ich mit meiner Mutter bei einer ihrer Freundinnen, die im Weinviertel bei Wien ein Haus mit einem wunderschönen, riesigen Garten hat. In diesem stehen 3 alte Marillenbäume, die die letzten 2 Wochen Unmengen an reifen Marillen abgeworfen haben. Dementsprechend haben meine Mutter und ihre Freundin kiloweise leckere Marillenmarmelade produziert. Bei der letzten Fuhre habe ich geholfen. Und ein paar sind für diesen schnellen & einfachen Kuchen übrig geblieben. Erstmals gebacken hat ihn mein Freund Brumm nach einer Abwandlung dieses Rezepts von Attila Hildemann. Der obige Kuchen war dann das Resultat meines Versuches zwei Tage später - ja, so schnell kam der erste weg!

Directions:
- 250g Mehl (ich habe eine Mischung aus Dinkel- und Weizenmehl genommen)
- 2 EL Sojamehl
- 100g Zucker
- 130g Alsan-Margarine (ich habe sie vorher geschmolzen)
- 100 ml Pflanzenmilch (z.B. Soja- oder Hafermilch)
- 1 Prise Salz

--> alles mischen, gut durchkneten, dann die Teigkugel halbieren.

Die eine Hälfte dünn ausrollen und in eine eingefettete Form legen. Dünn mit Marillenmarmelade bestreichen und dann mit Marillenhälften belegen. Jetzt die zweite Teighälfte ebenso sehr dünn (dünner als die erste!) ausrollen und die Kuchenform inklusive den Marillenhälften damit vollständig bedecken.Die Ränder zusammendrücken. Bei 225 Grad im vorgeheizten Ofen etwa 25-30 Minuten backen. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.

Tipps für übrig gebliebene Teigreste bzw. -ränder: Einfach um frische Marillenhälften hüllen/wickeln und ebenfalls mitbacken.

Sonntag, 31. März 2013

Kokos-Chiapudding mit Orangen & Mandeln


Super schnell, super einfach, super lecker, super Energie & Eiweiß spendend, super variabel, super transportabel. Große Freude.

Directions:
Chiasamen in Kokosnussmilch (alternativ Mandel-/Soja-/Hafermilch etc.) quellen lassen. Sie werden dadurch schleimig und es entsteht eine angenehm breiige Masse. Eine gewürfelte Orange (oder anderes Obst) und grob gehackte Mandeln (alternativ Cashew- oder Walnüsse) hinzugeben und mit etwas Angavendicksaft süßen.

Montag, 24. September 2012

Schokobrownieschachtel


Normalerweise backe ich nicht so gerne. Obwohl ich jedes Mal, wenn ich es dann doch tue, eines Besseren belehrt werde, so stelle ich mir doch stets vor, dass Backen langwierig und kompliziert sei und darauf habe ich als passionierte Tellergerichtlerin natürlich keine Lust.

Vergangenes Wochenende nun fand die unter anderen von meiner sehr guten Freundin und Mitbewohnerin Anna organisierte Konferenz "Decolonize the City" statt und ich half unter anderem mit Backwerk aus. An zwei Abenden buk ich innerhalb von nur einer Stunde (!) jeweils ein Blech Schokoladebrownies und einen Apfelmuffinkuchen. Ich war erstaunt, wie einfach und schnell das Backen ging und neben der inhaltlich, stimmungstechnisch und menschlich wundervollen und inspirierenden Konferenz haben die vergangenen Tage also auch koch-kulinarisch bzw. backtechnisch etwas in mir bewegt. Schön. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei meiner Freundin und Kuchenkönigin Anne noch einmal ganz herzlich für ihren Backbeistand (was für ein Wort! :) und ihre Ermunterungen bedanken!

Directions:
Ofen auf 210°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
In einer großen Schüssel 300g Dinkelmehl + 200g gemahlene Mandeln + 170g ungesüßtes Kakaopulver + 330g (Roh-)Rohrzucker + 1/2 Päckchen Backpulver + 1 Päckchen Vanillezucker + eine Prise Salz miteinander vermischen. Dann 700ml Vanillesojamilch + 150ml Rapsöl hinzugeben und alles mit dem Schneebesen zu einem sämigen Teig verrühren. Wer besonders leckere bzw. gerne etwas nussigere Brownies haben möchte, gibt nun noch gehackte Walnüsse hinzu.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Teigmasse darauf kippen und gleichmäßig verteilen - macht sie meist eh von selbst. Bei 210°C Ober- und Unterhitze 15-20 Minuten backen.

Für die Glasur 100g Kochschokolade mit ca. 70g Alsan-Margarine im Wasserbad schmelzen. Bei Bedarf noch mehr Margarine hinzufügen und gut mit dem Schneebesen verrühren, sodass die Glasur schön sämig wird. Wenn sie das ist, dann über das etwas ausgekühlte Brownie-Blech gießen und möglichst gleichmäßig verstreichen. Vor dem endgültigen Auskühlen können nun noch Walnusshälften, Kokosraspel, Mandelblättchen oder Ähnliches zum Verzieren auf die glasierten Brownies gedrückt werden.

Brownies erst in Stücke schneiden, wenn sie komplett ausgekühlt sind. Gutes Genießen!


Dienstag, 26. Juni 2012

Rhabarbartraum(a)


Es wurde und war mal wieder Rhabarbarsaison und auf den Märkten (und auch in den Supermärkten) lagen überall haufenweise mysteriös anmutende, knackig-appetitliche rot glänzende Stängel und wie jedes Jahr um diese Rhabarbar (und Spargel-) Zeit nahm ich mir vor, endlich mein Rhabarbartrauma zu überwinden.

Dieses hemmte mich seit der Rhabarbarsaison 2006 als ich in der Biokiste, die ich damals bestellt hatte, nicht nur ein paar Stangen Rhabarbar, sondern auch ein Faltblatt mit einigen Rezeptideen dazu fand und mich prompt an das angeführte "Rhababarpüree" wagte, was eine schlechte Idee mit langjährigen, weitreichenden Folgen (Stichwort Rhabarbartrauma) war. Was ich fabrizierte, war sowohl in der Konsistenz als auch visuell identisch mit dem, was der menschliche Körper nach zu viel Alkohol wieder von sich gibt, und hatte - passenderweise - darüber hinaus einen penetranten, fürchterlich säuerlichen Nachgeschmack. Nach einem Probierlöffel musste ich den ganzen Topf wegkippen, um nicht einen ähnlichen Brei hinterher zu spucken und was mir seitdem geblieben war, war ein wenn auch ungerechtfertigtes und überzogenes, so doch fundamentales Mißtrauen dem schönen Rhabarbar gegenüber.

Dieses Jahr wollte ich das nun endlich ändern. Ich habe mich zum Kauf von ein paar tollen Stangen Rhabarbar überwunden, beschlossen, keine kulinarischen Experimente zu wagen, sondern mich erst einmal ganz klassisch an einen Kuchen zu wagen und nach Rezepten gegoogelt. Dabei bin ich auf das folgende gestoßen und habe es mit dessen Hilfe tatsächlich geschafft, nicht nur mein Trauma zu überwinden, sondern sogar der nächsten Rhabarbarsaison mit Freude entgegenzusehen: http://veganeversuchskueche.blogspot.de/2011/04/rhabarber-streusel-kuchen-aka-der.html?showComment=1337365899708#c654615906082136166 

Danke,  liebe vegane Versuchsküche!

Und weil's so lecker war und mir nach meinem Wochenendkuchen noch eine Stange übrig geblieben war, habe ich diese Montag früh für mein Frühstück spontan zu einem Kompott(brei) verarbeitet, als rot-rosa Klacksinsel in einen See voller Sojavanillejoghurt gesetzt und mit gerösteten Mandelblättchen bestreut verschlungen genossen. Hmm...

Directions (Kompott):
Rhabarbarstange waschen und in ca. 1 cm breite Ringe schneiden. In einer Schüssel mit Rohrohrzucker bestreuen und zum Einziehen und safteln kurz stehen lassen. In einem kleinen Topf ein bisschen Alsana-Margarine zergehen lassen, die Rhabarbarzuckermasse beigeben, mit ein bisschen Wasser auffüllen, so dass nichts anbrennt und die Konsistenz euch recht wird. Köcheln lassen bis die Rhabarbarstücke einigermaßen zerfallen sind. Ich habe noch mit Agavendicksaft nachgesüßt, aber das Süßen müsst ihr davon abhängig machen, wie viel von der Rhabarbar'schen Säure ihr ausgleichen möchtet. Also am besten einfach immer wieder mal kosten und bei Bedarf handeln.