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Mittwoch, 23. Oktober 2013

Vleischkäse mit Mini-Kartoffeln und rotem Rohkostsalat


Bei den Billa und Merkur Supermärkten im heimatlichen Ösi-Land gibt es einen rein pflanzlichen Leberkäse der Rewe-Eigenmarke vegavita zu kaufen. Das Wort Leberkäse an sich finde ich ziemlich widerlich, dass die vegane Version Vleischkäse heißt, macht die Sache nicht besser, aber ich bin ja sowieso eine Skeptikerin was sämtliche Fleischersatz-Produkte angeht. Da ich am vergangenen Wochenende nun aber alles Verderbliche aus unserer gemeinsamen Wiener Wohnung entfernen musste, weil auch mein Freund noch einmal für ein paar Monate im Ausland weilt, habe ich den Vleischkäse kurzerhand eingesteckt und nach Budapest mitgenommen. Heute mittag ist er dann in obiger Begleitung in meinem Magen gelandet.

Directions:
Mini-Kartoffeln gut abbürsten und waschen, weich kochen. Vor dem Servieren die noch heißen Kartoffeln aufschneiden, mit ein paar Alsana-Flocken und einem Gemisch aus frischer gehackter Petersilie, klein geschnittenen getrockneten Tomaten, Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer versehen. Der Salat ist eine kleine Abwandlung des rosaroten Rohkosttellers, indem ich frische, das heißt rohe Rote Rüben anstatt abgepackter verwendet und zusätzlich Sprossen hinzugefügt habe. Und der gute Leberkäse/Vleischkäse? Wird einfach in Öl gebraten. Dazu gab's dann noch zweierlei Senf und Ketchup.


Mittwoch, 16. Oktober 2013

Butternusskürbissuppe


Herbstzeit ist Kürbiszeit! Normalerweise bin ich eher der Hokkaido-Typ, aber da ich mir meine Kürbisse in der wöchentlichen Bio-Kiste nicht aussuchen kann, war ich dazu gezwungen, eine neue Art kennen und lieben zu lernen: Butternusskürbis. Der war nämlich bisher jede Woche in meinem Kistl. Auf meinem Teller ist er entweder in Form von obiger Suppe in verschiedenen Würz- und Einlageabwandlungen oder gedünstet mit Aprikosen, Zimt und Curry (Rezept folgt vermutlich noch) gelandet. Köstlich! - oder auf Ungarisch: finom :-)

Directions:

Butternusskürbis und Kartoffeln im Verhältnis von 3:1 schälen und grob würfeln. Wer eine Peterwurze dazuschmeißen möchte, kann das gerne tun. Gemüse in neutralem Öl kurz anbraten, 1-2 kleine getrocknete Chilischoten hinzufügen und dann mit Gemüsebrühe ablöschen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und köcheln lassen, bis das Gemüse weich genug zum Pürieren ist. Wer es gerne cremig(er) möchte, fügt noch etwas Pflanzenmilch oder -obers hinzu.

Sonntag, 29. September 2013

Salat a la Szatyorbolt


Über meine Budapester Uni, die sämtliche Lebensbereiche ihrer Studierenden und Mitarbeitenden auch außerhalb des Akademischen abdeckt, habe ich die Möglichkeit, bei einer lokalen Food Coop namens Szatyorbolt Obst & Gemüse zu bestellen und dieses dann einmal in der Woche an der Uni abzuholen. Die Produkte werden dabei nicht nur biologisch, sondern auch regional im Umkreis von 50 km um Budapest angebaut. Ich war natürlich gleich ziemlich angetan von diesem Angebot, weil ich mir so eine Einkaufsquelle sowieso suchen wollte und habe daraufhin letzte Woche sogleich meine erste kleine gemischte Obst&Gemüse-Kiste bestellt. Von dem reichlichen, knack-frischen Inhalt dieser Kiste war ich beim Abholen mehr als begeistert. Zuhause habe ich dann fast alles, was sich darin fand, zugleich zu einem leckeren, roh-veganen Salat verarbeitet. Den fand ich so gut, erfrischend und energisierend, dass ich ihn am nächsten Tag gleich noch mal zubereitet habe.

Directions:
Geraspelte Äpfel und Karotten, in Stücke geschnittene Birnen, Cherrytomatenscheiben, halbe gelbe-Paprika-Ringe, in Streifen geschnittenen Sauerampfer und Sprossen (ich weiß leider nicht, welche ich hatte) mit Leinsamen, Salz, Pfeffer, Balsamicoessig und Olivenöl vermischen. Wer möchte fügt noch getrockente Aprikosen und gehackte Mandeln (besonders lecker: gesalzen & geröstet) hinzu.

Dienstag, 24. September 2013

Budapasta


Vor 3 Wochen bin ich für ein Austauschsemester nach Budapest gezogen. Was kauft mensch so in einem - übrigens zu einer deutschen Kette gehörenden - Supermarkt ums Eck von der neuen Budapester Behausung? - Paprika natürlich. Was auch sonst?! Aber Achtung: Dieser ist hier nicht so unschuldig, wie er aussieht. Glücklicherweise kam meine Mitbewohnerin gerade vorbei, als ich nach dem Einkauf fröhlich eine große Portion grünen Spitzpaprika (zumindest dachte ich das) in den Salat schnippelte und hielt mich mit einem durchdringenden Blick und bedachtsam gewählten Worten davon ab, alles in die Schüssel zu schmeißen. Köszönöm szépen, Lidia. Besser als in Salat macht sich der scharfe Paprika mit milden Genossen als Pastasauce.

Directions:
Halbe Zwiebelringe, und ggf. dünne Knoblauchschneiben, in neutralem Öl anschwitzen. In halbe oder ganze Ringe geschnittene gelb-rot-orange (milde) Spitzpaprika sowie eine halbe oder eine scharfe Paprikaschote hinzufügen und einige Minuten mitbraten. Mit einer Ladung Dosentomaten überschütten, bei Bedarf noch etwas Tomatenmark hinzugeben, mit Salz, Pfeffer und süßem sowie scharfem Paprikapulver abschmecken. Etwas einköcheln lassen und dann auf einen Berg frisch gekochter Nudeln löffeln und ein bisschen kulinarisches Ungarn genießen.

More to follow.

Sonntag, 8. September 2013

Pesto vom Selleriegrün


Grünes Pesto - klar, kennen (und lieben) wir alle. Aber vom Selleriegrün?! Geht das überhaupt? Und, viel wichtiger, schmeckt das? So ungefähr war meine erste Reaktion, als ich den Rezeptvorschlag meines Bio-Kistls fand, das vorschlug, die sattgrünen, kräftigen Sellerieblätter zu einem Pesto zu verarbeiten. Nun gut, da ich sowieso keine bessere Idee dafür hatte und neugierig war, veränderte und veganisierte ich das Rezept ein bisschen und voilá: meine Liebe zu Selleriegrünpesto war geboren.

Directions:
Ausreichend Selleriegrün von einer Knolle klein schneiden. In ein hohes Gefäß geben und 50g Cashewnüsse, 50g Kürbiskerne, Salz, Pfeffer und ausreichend Olivenöl hinzufügen. Mit dem Stabmixer pürieren und ggf. mehr Olivenöl zuführen (ich habe auch noch 1-2 EL Kürbiskernöl hinzugefügt, finde aber nicht, dass mensch es herausschmeckt) bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Unter einer Schicht Olivenöl in einem luftdichten Gefäß hält es sich im Kühlschrank eine ganze Weile.

Sonntag, 25. August 2013

Karamellisiertes Obst


Mit dem Titel ist eigentlich schon so gut wie alles gesagt. Außer vielleicht, dass Karamellisieren eine wunderbare Verarbeitungsmethode für nicht mehr so frisches, etwas schrumpeliges Obst ist. In meinen Fall waren das heute Vormittag ein Apfel und ein paar liegen gebliebene Zwetschgen, die in ein bisschen Alsan-Margarine brutzeln durften, mit Zimt und Rohrzucker bestäubt, mit grob gehackten Mandeln bestreut und schließlich als Palatschinkeninhalt verspeist wurden.

 
So sieht sonntägliche Frühstücksliebe in meinen vier Wänden aus. + Ahornsirup & Sojajoghurtklecks!


New (pink) love: Rote Rüben mit Tahini


Heute habe ich gar kein besonderes Rezept zu teilen, sondern einfach nur DIE kulinarische Entdeckung meiner letzten Tage - Achtung Trommelwirbel: Rote Rübe und Tahini passen hervorragend zueinander! Ob in ganz simpler Form wie oben, wo ich für ein schnelles Mittagessen über gekochte Rote Rüben Scheiben großzügig Tahini (angerührt mit Zitronensaft, Petersilie und Olivenöl) verteilt habe (dazu gab es sehr leckeren von Schwestern zubereiteten Krautsalat und ein paar der besten schwarzen Oliven im Glas); oder in etwas ausgeklügelter Form in verschiedenen Salatkombinationen mit Roten Rüben und Tahini-Dressing (dazu vielleicht später noch mal mehr). Fantastisch. Ich bin begeistert.