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Dienstag, 17. November 2015

Muschelnudeln mit Kardy und Rucola


Kar- was? Oh, die Überraschungen der Gemüsekiste... Kardy! Auch Cardy geschrieben oder Gemüseartischocke genannt. Und damit ist eigentlich auch schon das Wesentlichste erklärt, nämlich der Geschmack. Abgesehen davon, dass der/die/das Kardy eher neutral schmeckt, mensch könnte auch etwas böser fad sagen, aber gleichzeitig leicht an Artischocke erinnert, sieht er/sie/es ziemlich witzig aus, weil zu den Distelgewächsen gehörend: ursprünglich stachelig bekam ich die langen borstigen Stengel bereits ohne Stacheln geliefert, jedoch mussten wie beim Rhabarber die Fasern abgezogen werden. Da das nicht so gut funktioniert hat, habe ich die Stiele einfach mit einem Sparschäler von der äußersten Schicht befreit. So ungefähr sahen sie bei der Lieferung aus. Vor dem Kochen ähneln sie dann eher unspektakulär nackerten Stangensellerie.

Directions:
Kardy schälen, in fingerbreite Stücke schneiden und in reichlich Salzwasser mit einem Schuss (Apfel-)Essig ca. 20-30 Minuten gar köcheln. In der Zwischenzeit (Muschel-)Nudeln bissfest kochen und Rucola waschen und fein hacken. Alles mischen und mit veganer Butter/Olivenöl, einem Spritzer Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Hefeflocken abschmecken.
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Ursprünglich wollte ich den Kardy mit Reis machen und ein bisschen ausgeklügelter würzen. Aus Zeitgründen ist das leider nichts geworden, aber ich glaube dennoch, dass sein Geschmack besser mit Reis und beispielsweise einer weißen cremigen Sauce aus Hafercuisine oder Cashewcreme harmoniert.

Samstag, 31. Oktober 2015

Feige (n) Salami


Definitiv die (Essens-)Entdeckung meines Herbstes, wenn nicht sogar des Jahres. Meiner liebe Frau Mama sei Dank, die mir diese vegane griechische Köstlichkeit aus dem kürzlich eröffneten mediterranen/griechischen Spezialitätengeschäft in unserer Nähe - dem Olivenhain - spontan mitbrachte. Die Feigensalami, die sich im Bild oben auf einem meiner geliebten Räuchtertofu-Senf-Brote tummelt, besteht aus getrockneten Feigen, geräuchertem Paprika, Pfeffer, Zimt und Orangenschale. Sieist zwar süßlich, aber sehr dezent, und verfügt tatsächlich über ein sehr salami-ähnliches Raucharoma. In den kommenden Tagen/Wochen werde ich sicherlich noch ein bisschen rumprobieren, wozu sie besonders gut schmeckt. Apfel, Räuchtertofu und Rotwein sind schon einmal top Begleiter :)

Dienstag, 13. Oktober 2015

Rohkost mit zweierlei gewürztem Hummus


Ich lebe und esse immer noch. Letzteres trotz bald zweimonatiger Post-Pause auch immer noch sehr abwechslungsreich und gut. Hierfür zwischendurch mal ein kleiner Beweise, was aus Resten (Selleriestangengrün aus der Gemüselieferung von letzter Woche und eine angebrochene Hummus-Box, die aufgegessen werden musste, weil sie sonst nicht mehr lange gehalten hätte) & Neuzugängen (fantastische Karotten und ein beeindruckender Fenchel aus der heutigen Gemüselieferung) & ein bisschen Küchenevergreens (Gewürze! Olivenöl! Oliven!) im Nu gezaubert und faul vor dem Fernseher verzehrt werden kann :)

Hummus #1 (links) mit Za'atar, Chiliflocken, Kreuzkümmel und Olivenöl

Hummus #2 (rechts) mit diesen köstlichen Mani Oliven + dem Olivenöl, in dem sie eingelegt sind.. hmm...


PS: Entschuldigt das seltsame Foto. Ich hatte keine Lust, mich um ein ordentliches zu kümmern, sondern wollte essen. Außerdem sieht das Arrangemet lustigerweise wie ein Gesicht mit Hummusaugen und Rohkost-Lippen/-Mund aus, was ich wiederum auch ganz nett finde.

Mittwoch, 26. August 2015

Cremige grüne Pestonudeln


Projekt: überschüssigen, ultra-wuchernden und schon etwas bitteren Rucola aus dem Gartenbeet verwerten. Check. Extra-Plus: Daraus ein Gericht für das heutige Gartenfest zaubern.

Directions:
Aus viiiiel gewaschenem und trocken geschleudertem Rucola und Chashewnüssen, Salz, Pfeffer, Knoblauchzehen, 1/2-1 Chilischote (optional) und viiiiel Olivenöl ein Pesto mixen. Nudeln bissfest kochen (in meinem Fall Dinkel-Hörnchen) und in Pesto ertränken. Für den Frischefaktor noch ein paar gewürfelte frische Tomaten hinzufügen. 

Schmeckt warm und kalt.

Mittwoch, 19. August 2015

Fruchtige Tomatensuppe mit Oliven & Basilikum


Der Sommer brachte HITZE nach Österreich. Die mögen nicht alle Menschen so gerne, aber das Fruchtgemüse schon. Daher bekomme ich dieser Tage eine Meeenge Tomaten, Zucchini, Auberginen, Paprika & Co. vom lokalen solidarischen Landwirten meines Vertrauens - hoch lebe die GELA Ochsenherz, ihre lieben Mitarbeiter*innen und ihr fantastisches Gemüse! Da ich gerade nicht so viel Rohkost und auch nicht dauernd Salat essen mag und mir außerdem vorgenommen habe, meinen tollen Mixer endlich mal öfter zu verwenden, habe ich spontan etwas gekocht, was ich sonst nie koche: Tomatensuppe. Nun frage ich mich, warum ich eigentlich so selten Suppe und vor allem nie Tomatensuppe esse... das wird sich nach dem vollends gelungenen Experiment heute sicher ändern.


Directions:
Frische große Fleischtomaten kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser übergießen, kalt abschrecken und die Haut abziehen. In einem Topf Wasser zum Kochen bringen, die grob zerteilten gehäuteten Tomaten und Gemüsebrühe hinzufügen. Aufkochen und dann einige Minuten köcheln lassen. Entkernte schwarze Oliven und frische Basilikumblätter hinzufügen und alles pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Olivenöl abschmecken.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Reisnudelsalat mit Zuckerschoten


Ein erneutes Zufallprodukt, das ebenso erneut der Leere meines Kühlschranks entsprungen ist. Schmeckt super frisch, aber auch durchgezogen nach einem Tag im Kühlschrank und ist außerdem (wie fast immer) gut mitzunehmen.

Directions:
Dünne Reisnudeln mit kochendem Wasser übergießen und darin ziehen lassen bis sie durch sind. Zuckerschoten potzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Mit klein gehacktem frischen Koriander und einer Marinade aus Sojasauce, geröstetem Sesamöl, Salz, Pfeffer, Gomasio, etwas Ahornsirup und Zitrone sowie mit den abgetropften Reisnudeln vermischen. Geröstete gesalzene Erdnüsse drüber und fertig. 
Passt ebenfalls sehr gut dazu: Gurke und Avocado.

Samstag, 23. Mai 2015

Reispapierröllchen


Als ich noch in Berlin wohnte, landeten meine Mutter und ich bei meinen Wienbesuchen regelmäßig (ungeplant, wohlgemerkt!) in einem kleinen Restaurant in einer Seitenstraße der Mariahilferstraße, wo wir stets Reispapierröllchen zu einer wachsenden Anzahl weißer Spritzer genossen. Nicht wenige interessante Familiengespräche fanden dort über Weißwein, Mineralwasser, Bohnenpastenklecksen und immer voller werdenden Aschenbechern statt, aber das sei hier nur am Rande bemerkt. Denn eigentlich geht es ja um die Reispapierröllchen, die mir furchtbar kompliziert selbst herzustellen schienen, weshalb ich es nicht nur nie versuchte, sondern überhaupt nicht daran dachte. Anfang des Monats nun war ich zur Hochzeit einer guten Freundin nach langer Zeit mal wieder in Disneyland und an dem Wochenende, das ich bei den Frischverheirateten verbrachte, schmissen diese einfach Gemüse im Wok zusammen und befüllten damit Reispapier. "Geht schnell, ist gesund und ur gut", sagte meine Freundin, "wir essen das sicher mehrmals in der Woche." Aha, dachte ich, könnte ich dann ja doch auch mal versuchen. Erst recht, wo ich doch zuhause ein paar Straßen weiter einen tollen Asien-Supermarkt habe. Gemacht, getan. Was soll ich sagen... erfordert zwar ein bissi Fingerspitzengefühl und Geduld, aber schwer ist es wirklich nicht. Und: Es lohnt sich allemal! 

Directions:
Frischen Tofu in Scheiben schneiden, trockentupen, salzen, pfeffern und in ausreichend Öl frittieren (das Öl muss sehr heiß sein, damit sich die Poren sofort verschließen und der Tofu knusprig und nicht fettig wird!). Bei Bedarf den fritittierten Tofu halbieren, damit er sich nachher besser rollen lässt. Eine Gurke halbieren und mit einem Löffel die Kerne entfernen, dann in dünne Stifte schneiden. Avocado schälen und ebenfalls in dünne Streifen schneiden. Frühlingszwiebelgrün in schräge Stifte schneiden. Thai-Basilikum und frische Minze von den Stengeln zupfen. (Wenn ihr keine frischen Kräuter habt, lasst diese Variante am besten sein. Die Kräuter machen nämlich den einzigartigen Geschmack aus!) Grünen Salat waschen, trockentupfen und etwas auseinanderzupfen. Alles bereit legen.
Reispapier in einem Teller mit (kochend) heißem Wasser einweichen, dann auf einen weiteren Teller legen, nach Belieben mit Obigem Befüllen und einrollen. Mit oder ohne Sojasauce genießen. Dazu passen auch gesalzene Erdnüsse und Chilis (in der Sojasauce oder im Reispapierröllchen).